Das erste Rohfutter nach dem säugen


Viele Züchter fragen sich, welches Futter gebe ich als erstes Rohfleisch meinen Saugwelpen ?

 

Solange die Winzlinge an der Zitze hängen ist das Fütterungsproblem – KEIN Problem – die Mutterhündin regelt das schon.

Futter, Verdauung – alles regelt die Hündin, wir Züchter brauchen nur dafür zu sorgen, dass die Hündin ein abwechslungsreiches Futter bekommt, damit sie während der kräftezehrenden Säugezeit keine Erschöpfungszustände bekommt und gesund bleibt.

Irgendwann bemerkt man als Züchter, dass die kleinen Welpennäschen in die Höhe gesteckt werden, wenn die Mutter gefüttert wird. Das ein oder andere vorwitzige Welpenkind lutscht sogar mit am Futter, dass die Hündin mit in ihr Lager genommen hat.

Ab der 3. Woche kann man das immer häufiger beobachten das die Welpen Interesse an dem Fleisch haben und nun kann man als Züchter den Welpen ruhig ab und zu schon etwas von dem Futter hinstellen.

Ich persönlich stelle meinen 3 Wochen alten Zwergpinscherwelpen einfach das Futter der Mutter durch den Fleischwolf gedreht vor die Nase.

Natürlich erst einmal winzige Portionen, nur um auf den Geschmack zu kommen. Meistens sind die Kleinen nach einer Woche so interessiert dass sie das Fleisch auflutschen.“

 

Da die Zähne erst ab der dritten Woche richtig durchbrechen, ist eine richtige Fleischbrockenfütterung erst ab der 4. Woche möglich und auch erst da fressen die Welpen regelmäßig. Manche fangen früher an, andere eben später – richtig ist alles, die Natur bestimmt.

 

Nun noch einmal die Frage nach dem WAS:

Wir orientieren uns einfach an dem wölfischen Vorbild.

Mutter Wolf organisiert nicht nur Geflügel oder besonders leicht verdauliches Futter, sie frisst ganz normal weiter, marschiert zu ihren Welpen und würgt genau dieses Futter ihren Welpen vor das Maul, lässt es eine Weile dort liegen und überlässt es den Welpen. Was nicht gefressen wird, frisst sie wieder auf.

Manche instinktsicheren Hündinnen machen das auch noch, auch einige Hündinnen meiner Zwergpinscher machen das, aber nicht alle.

Da wir Menschen ein Problem damit haben, dass Futter selbst vor zu kauen und unseren Welpen hinzuwürgen, wolfen wir es lieber. Es fehlt zwar die Vorverdauung der Hundemutter, aber dafür wolfen wir besonders klein.

Knochen kommen in dieses Welpenmatschfutter natürlich NICHT rein, weil auch ein Wolf/Hund einen Knochen nicht so klein zerkauen kann, dass er wie gewolft hervor gewürgt werden würde.

Wenn die Hündin das Futter auswürgt, sieht man größere Knochenstücke darin liegen, die die Welpen liegen lassen.

Ab der 4. Woche beginnen die Welpen schon an den Fleischbrocken herum zu reißen, kleine Zähne sind in ihrem Kiefer zu erkennen und diese gebrauchen die Welpen schon kräftig. Noch bekommen sie von der Hündin ( oder vom Züchter) Welpenmatsche dazu gefüttert, die aber täglich grober und auch weniger wird.

Ab der 5. Woche gibt es keine Welpenmatsche mehr, da wird gefressen was passt. Egal ob Innereien, Sehnen, Knochen, alles wird probiert und was gepackt und zerkleinert werden kann wird gefressen. Das machen die kleinen Kerle schon prima alleine.

Die 6. Woche ist bei uns oft mit beginnenden Geräuschen verbunden, denn kraftvoll werden die ersten zarten Knöchelchen zerknastert und das mit Wonne !

Das ist auch die Zeit, wo die kleinen Möchtergernhundchen schon ganze Beute knurrend und drohend verteidigen

 und man braucht es den Zwergen nicht mal zu erklären 

Sie wissen sofort was sie mit dem Beutetier anstellen sollen.

Von nun an fressen sie alles was die großen fressen, unzerkleinert, nie mehr gewolft mit Fell, Federn , Haut und Haaren- sie sind nun vollwertige Hunde

 

 

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