Lachsöl


Wer roh füttert weiß, dass in unseren Masttieren kein Omega 3 Fettsäuren enthalten ist. Frischen Fisch kann man auch nicht immer bekommen, so behilft man sich mit Lachsöl, damit der Hund diese wichtigen Fettsäuren bekommt.

Wozu benötigt der Hund Omega 3 Fettsäuren:

  • Kräftiges, glänzendes Fell
  • Geschmeidiges, weiche Haut
  • Gesunde Krallen
  • stabile Gelenke
  • vitale muntere Hunde
  • entzündungshemmende Wirkung

Fehlen diese Omega 3 Fettsäuren kann man das manchmal daran erkennen:

  • Gelenkschmerzen
  • brüchige Krallen
  • trockene, schuppige Haut
  • mattes Fell
  • schnelle Ermüdung

 

Doch wie bei allen wichtigen Vitaminen, Supplementen ist es auch bei dem Lachsöl wichtig , die richtige Dosierung einzuhalten, denn ein zuviel kann einen Vitamin E Mangel auslösen.

20mg/1 kg  wäre für einen Hund eine Richtlinie.

Beim Kauf von Lachsöl gibt es einige Wichtigkeiten, die zu beachten sind:

  • Lachsöl ist nach dem Öffnen der Flaschen nur wenige Wochen  haltbar und auch wenn behauptet wird, dass nach der Öffnung des Gefäßes die Omega 3 Fettsäuren erhalten bleiben – wird von medizinischer Seite nur von einer Wirksamkeit der Omega3 Fettsäuren von nur 3-4 Wochen gesprochen. Nach Ablauf dieser Zeit hat man nur noch Öl.
    Aus diesem Grund ist es besser auf Kapseln oder kleine Gebinde umzusteigen.
  • Lachsöl ist nicht gleich Lachsöl – wer seinem Hund Fischöl gibt, sollte darauf achten, dass es natürliches reines Fischöl ist.

 

Noch besser ist es für den Hund, wenn er Futterfleisch aus Weidetieren bekommen kann, die nicht mit irgendwelchen Getreidemischungen gefüttert worden sind. Leider findet man diese eher selten.

Auch frischer Fisch ist immer vorzuziehen, wenn man die Möglichkeit hat diesen zu bekommen

Wer sich genauer informieren möchte, kann die Zusammenfassung von Judith Tubbesing lesen:

Fisch oder Fischöl 
Fischöl und Omega 3 für Hunde: Sicher oder nicht?
Übersetzung von http://www.dogsnaturallymagazine.com/fish-oil-omega-3-dogs-safe/
Ist Fischöl und ihre Omega-3 Fettsäuren eine gute Addition zum Futter deines Hundes?
Das kommt das auf die Ernährung des Hundes drauf an.
Der primäre Nutzen von einer Fischölsupplementation ist dessen Fähigkeit die entzündlich wirkenden, dennoch nötigen Omega-6 Fettsäuren auszubalancieren. Normalerweise sollte ein Hund der eine getreidefreie Ernährung, vorzugsweise mit rohem Fleisch von grasgefütterten Tieren nicht wirklich einen Bedarf an diesen Supplementen haben.
Aber wenn die Diät deines Hundes zu einem Löwenanteil aus Omega-6 Fetten bestehen, meistens resultierend aus einem hohen Anteil Getreide und pflanzlichen Ölen, könnte er Fischöl benötigen um dies auszubalancieren.
Es wäre eine gute Idee, eher die Diät zu ändern und von diesen entzündlichen Getreideprodukten und Pflanzenölen wegzukommen, bevor man in Erwägung zieht Fischöl hinzuzufügen.
Damit ergibt sich die Frage: Wie kannst du rausfinden ob dein Hund mehr Omega-3 benötigt?
Omega-6 Fettsäuren sind nicht die Feinde deines Hundes. Denn beide, Omega-3 und Omega-6 kontrollieren wichtige Hormone im Körper, sie beide wichtig sind.
Wenn dein Hund zu viel oder zu wenig von Beidem frisst, geraten diese Hormone und das Immunsystem aus dem Gleichgewicht.
Aber was ist das richtige Gleichgewicht?
Ein viel diskutierter Tierversuch empfiehlt ein Verhältnis der Omega-6 zu Omega-3 Säuren von 4:1 als ideale Menge, aber in diesem Experiment wurden den Ratten die Fette gespritzt anstatt ihnen die Öle gefüttert zu haben. (Yehuda S, Carasso RL. Modulation of learning, pain thresholds, and thermoregulation in the rat by preparations of free purified alpha-linolenic and linoleic acids: determination of the optimal omega 3-to-omega 6 ratio. Proc Natl Acad Sci U S A. Nov 1 1993;90(21):10345-10349.)
Ein naturnäherer Versuch, bei dem Ratten eine Mischung von verschiedenen Pflanzenölen gefüttert wurden, so wie in modernen Diäten zeigte, dass ein Verhältnis von 9:1 genauso gesund war wie niedrigere Rationen. (Bourre JM, Dumont O, Pascal G, Durand G. Dietary alpha-linolenic acid at 1.3 g/kg maintains maximal docosahexaenoic acid concentration in brain, heart and liver of adult rats. J Nutr. Jul 1993;123(7):1313-1319.)
Hunde, die eine artgerechte rohe Diät mit Fleisch von grasgefütterten Tieren bekommen würden ein Verhältnis von 3:1 von Omega-6 zu Omega-3 genießen. Dies ist ein idealer Wert.
Rinder die jedoch eine Getreide-basierende Ernährung bekommen, leiden an dem gleichen Schicksal wie Hunde und das Verhältnis kann 20:1 erreichen.
Die Menge an Omega-3 in Getreide gefütterten Rindern variiert jedoch etwas. Je länger sie Getreide bekamen, je geringer wird der Omega-3 Gehalt. Mastkühe haben den geringsten Gehalt an Omega-3.
Da mögen noch einige Faktoren eine Rolle spielen warum du es in Erwägung ziehst die Diät deines Hundes mit Fischöl zu supplementieren.
Welpen haben einen höheren Bedarf an allen essentiellen Fettsäuren, ebenso wie trächtige und laktierende Hündinnen und solche, die sich von einer Verletzung oder chronischen Erkrankung erholen.
In diesen Zeiten dürfte Futter wie Leber, Eigelb von grasgefütterten Tieren, als auch kleine Mengen Dorschlebertran genug sein für einen Hund der ohnehin schon eine hochwertige Diät bekommt.
Manche Hunde mögen dennoch mehr Omega-3 Fette in ihrer Diät benötigen. Symptome eines Omega-3 Mangels sind z.B.:
  • schnelles Ermüden
  • trockenes Fell
  • trockene/schuppige/juckende haut
  • spröde Nägel
  • Gelenksschmerzen
Wenn du denkst, dein Hund bekommt nicht ausreichend Omega-3 aus seiner Diät, oder sein Leben und seine Umgebung verlangen nach mehr Omega-3 Fetten, dann könntest du in Erwägung ziehen ihm Fischöl zu geben.
Doch bevor du dies tust, ist es wichtig das du die möglichen Tücken dieser 1-Milliardien-Dollar-im Jahr-Industrie kennst.
Denn wie bei alle Nahrungsergänzungsmitteln, die Wunder vollbringen sollen, sind dort manchmal mehr Missinformationen als Wunder involviert.
Die Schattenseite von Fischöl:
Es gibt manche Nachteile dieses beliebten Supplementes und manchen Grund warum du die Firma der du dein Vertrauen schenkst überprüfen solltest.
Nicht alle Fischöle sind gleich hergestellt und du solltest die Firma finden die gegen den Strom schwimmen und ein sicheres und nährstoffreiches Öl anbieten.
Aber lasst uns erst entscheiden ob du deinem Hund Fischöl geben möchtest – oder ob ein bis zwei Fische ausreichen.
Hier sind ein paar kleine, wenig bekannte Fakten über Fischöl die du wissen solltest bevor du entscheidest.
Die Wissenschaft ist zweifelt zuerst einmal, die meiste Wissenschaft bezüglich Omega-3 Fetten (und vor allem ihrer Derivate, EPA und DHA) in der Nahrung ist kurzzeitig getestet.
Dies ist problematisch, da die meisten Hundebesitzer Fischöl lebenslängich füttern.
Deshalb müsste mehr in Langzeitsupplementation geforscht werden.
Zur Zeit ist der DART-2 Versuch die einzige Studie die länger als 4 Jahre dauert. Sie zeigt ein paar verstörende Resultate, mit einem Ansteigen von Herzerkrankungen und plötzlichen Todesfällen in Menschen die Fischöl konsumieren. (Ness AR, Ashfield-Watt PA, Whiting JM, Smith GD, Hughes J and Burr ML: The long-term effect of dietary advice on the diet of men with angina: the diet and angina randomized trial. J Hum Nutr Diet. 17: 117-9, 2004.)
Außerdem hat eine vom Onlinejournals BMJ veröffentlichte Zusammenfassung, die untersuchte Daten von 38 Studien beinhaltete, gezeigt, dass 2 bis 4 Portionen Fisch die Woche das Risiko für Schlaganfälle um 6% senkt im Vergleich zu Menschen die nur 1 oder weniger Portionen essen, und 5 Portionen mindert das Risiko um 12%.
Die Resultate von stichprobenartig gewählten Studien die Fischölsupplemente nutzten zeigten keinen signifikanten Effekt auf das Risiko. Vielleicht ist es besser deinem Hund Fisch statt Fischöl zu geben.
Das interessante an dieser Studie ist, dass sie die inhärente Gefahr im reduktionistischen Denken in der Ernährungsforschung aufzeigt. Die überraschende Ineffektivität des verarbeiteten, isoliertem Öls, im Vergleich zu der kompletten Lebensmittelquelle, ist ähnlich zu dem was in Studien zu Vitaminen und Krebs herausgefunden wurde.
Der nun berühmte Beta Karotin und Retinol Effizienz Test (CARET) untersuchte die Kombination von Beta Karotin und Vitamin A zur Vorbeugung von Lungenkrebs in Hochrisiko Männer und Frauen.
Sie beendeten die Studie nach nur 4 Jahren Behandlung und sagten ihren Teilnehmern sie sollten aufhören die Vitamine zu nehmen; die Resultate zeigten das 28% mehr Lungenkrebs bekamen und 17% mehr Todesfälle eintraten unter den Teilnehmern die Beta Karotin und Vitamin A nahmen.
Diese Resultate waren ähnlich zu denen die vorher Veröffentlicht wurden im Apha-Tocopherol, Beta Karotin (ATBC) Lungenkrebs Vorbeugungs Test der in Finnand durchgeführt wurde. In der ATBC Studie bekamen mehr als 29000 männliche Raucher im mittleren Alter entweder 50mg Alpha Tocopherol, 20mg Beta Karotin, beides oder ein Placebo täglich für 5-8 Jahre. Der Versuch scheiterte einen signifikanten Nutzen der Vitamine zum Schutz vor Lungenrekbs aufzuzeigen.
In Wirklichkeit zeigte die Studie 18% mehr Lungenkrebs und 8% mehr Todesfälle in der Gruppe die die Beta Karotine einnahmen! Wissenschaftler beginnen also zu begreifen das Lebensmittelderivate nicht immer die gleichen Resultate liefern wie ganze Nahrungsquellen.
Dies führt uns zu unserem nächsten Punkt. Vitamin E Mangel Was Fischöl angeht ist mehr nicht besser. Genaugenommen kann zu viel Fischöl und Omega-3 zu Vitamin E Mangel führen.
Manche Fischöle enthalten Vitamin E um das zu kompensieren, aber wie wir von der Beta Karotin, Vitamin A und Alphatocopherol Studie gelernt haben, wirken synthetische Vitamine nicht immer vorhersehbar im Körper, insbesondere wenn sie über eine lange Zeit gegeben werden.
Es ist außerdem wichtig zu bedenken, dass die gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren vermutlich viel wichtiger für den Körper sind als die PUFAs oder mehrfach ungesättigten Fette denn sie sind bei weitem die größten Bestandteile des Fettgewebes der meisten Säugetiere.
Genaugenommen sollten nur um die 4% der Kalorien die dein Hund aufnimmt PUFAs sein – ein paar Gramm frischer, fettiger Fisch die Woche könnte also alles sein was dein Hund benötigt.
Massive Mengen Fischöl werden die Vitamin E Reserven deines Hundes vermutlich schneller leeren als kleine Dosen.
Zusätzlich, eine Diät mit hohem Kohlehydratanteil kann außerdem den Vitamin E Speicher leeren, also nochmals, eine hochwertige Diät ist der erste Schritt. (Anmerk. Link zur Studie im Original) Oxidativer Stress
Ein anderer Grund dass es eine bessere Option wäre deinem Hund frischem Fisch zu geben ist das Omega-3 (und Omega-6) Fettsäuren extrem empfindlich gegenüber Sauerstoff reagieren. Wenn Fettpartikel oxidieren, zerfallen sie in kleinere Komponenten, wie Malondialdehyd (MDA), die gefährlich sind da sie Proteine, DNA und andere wichtige zelluläre Strukturen schädigen.
Eine Studie von Mata et al zeigt das oxidativer Stress ansteigen wenn die Aufnahme von Omega-3 Fettsäuren ansteigt. Dies ist nicht überraschend wenn du die chemische Zusammensetzung von Fetten verstehst.
PUFAs, einschließlich Omega-3 und Omega-6, sind extrem anfällig für oxidativen Stress, denn sie sind die eizigen Fettsäuren welche zwei oder mehr Doppelverbindungen besitzen und es ist der Kohlenstoff der zwischen diesen Doppelverbindungen sitzt der anfällig für Oxidation ist.
Gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren erhöhen den oxidativen Stress nicht signifikant:
Gesättigte Fette haben keine Doppelbindungen, was bedeutet das sie gut geschützt sind gegen Oxidation. Einfach ungesättigte Fettsäuren sind etwas mehr anfällig, da sie eine Doppelbindung besitzen, aber bei weitem nicht so viele wie PUFAs, welche mehrere Doppelbindungen haben.
Eine randomisierte, Doppelblind, Placebokontrollierte Studie zeigte das 6 Gramm Fischöl am Tag die Menge an Lipidperoxid und MDA in gesunden Männern anstiegen ließ, unabhängig davon ob sie Vitamin E supplementierten oder nicht.
Der Verzehr von frischem, nicht oxidiertem DHA und EPA zeigte ein Ansteigen der Marker für oxidativem Stress in Ratten über Giftstoffe, obwohl die gespeicherten Fette im Fisch gut mit Omega-3 beladen sind, sind Fette auch der Ort wo Giftstoffe gespeichert werden.
Unsere Ozeane werden von Minute zu Minute mehr belastet.
Schwermetalle wie Arsen, Kadmium, Blei und Quecksilber sind giftige Nebenprodukte unseres industriellen Lebensstils. Sie sind nicht einfach abbaubar und landen in unserer Umwelt auf niedrigster Ebene, besonders in Fisch und Fischöl.
Die Nebenwirkungen von Schwermetallen beinhalten kognitive Beeinträchtigungen, Fehlfunktionen des Nervensystems, Blindheit, Koordinationsstörungen, Taubheit, verschiedene Krebsarten, irreversible Leber- und Nierenschäden und auch den Tot.
Neben Schwermetallen gibt es noch andere toxische Komponenten in Fischen.
Polychlorierte Biphenyle (PCBs)können Hauterkrankungen verursachen sowie Muskelspasmen, Bronchitis und Fehlfunktionen im Nervensystem.
Dioxine und Furane sind mit einer Anzahl an Nebenwirkungen in Verbindung gebracht worden, unter anderem Haut-, Leber- und Immusystemprobleme, endokrine und reproduktive Störungen und Ausbildung verschiedener Krebsarten.
Dies ist besonders ein Problem für junge Hunde.
Wie auch immer, PSBs und Dioxine werden auch in Fleisch, Milchprodukten und Pflanzen gefunden.
Wenn du dich dafür entscheidest Fisch statt Fischöl zu füttern, dann ist es wichtig herauszufinden welche Fische die wenigsten Mengen an Giften enthalten und auch welche Fische nachhaltig sind . Im Allgemeinen sind Fische die weiter unten in der Nahrungskette stehen, wie z.B. Sardinen und Anchovies natürlicherweise weniger belastet. Aus diesem Grund dürfte es klüger sein nach Produkten zu schauen die aus diesen Fischen gewonnen wurden.
Hohe Dosen von Fischöl täglich genommen könnten die Mengen an Toxinen siginifikant erhöhen.
Deshalb nutzen Hersteller einen Prozess der Molekular Destillation, um Gifte aus dem Öl zu entfernen.
Aber kompletter Fisch enthält eine wichtige Zutat die in Fischöl fehlt: Selen.
Natürlich ist Quecksilber eine Besorgnis wenn ums Fischfüttern geht. Selen hat aber eine Affinität zu Quecksilber und bindet sich damit und bildet eine neue Substanz, welche es dem Quecksilber schwierig macht das Hirn zu erreichen. Selen kann oxidativen Hirnschaden der von einer Quecksilbervergiftung in Zusammenhang gebracht wird, vorbeugen.
Der meiste Fisch der in Nord Amerika gegessen wird, enthält signifikant mehr Selen als Quecksilber (mit Ausnahme vieler Fische von der Spitze der Nahrungskette wie Haie, Marlin, Königsmakrele, Schwertfisch, etc.)
Also wenn du deinem Hund Fisch statt Fischöl fütterst wäre Quecksilber evtl ein kleineres Problem.
Wenn du dich für Fischöl entscheidest, wäre es sinnvoll Quellen an Selenreichem Futter zur Verfügung zu stellen, wegen den oben genannten Gründen. Der integrative Fachmann Chris Kesser warnt davor, dass obwohl dir praktisch jeder Hersteller von Fischöl sagen wird das sein Produkt frei von den oben genannten Toxinen ist, unabhängige Laboruntersuchungen etwas anderes sagen könnten.
Es ist also essentiell, dass du nach einem Analysezertifikat (COA) fragst bevor du deren Produkt kaufst.
Ein COA ist eine Analyse, die von einem unabhängigen Labor ausgeführt wurde und die Inhaltsstoffe aufzählt und dir sagt ob die Aussagen des Herstellers auch stimmen.
Stelle sicher, dass das unabhängige Labor das genutzt wird auch wirklich unabhängig ist und vorzugsweise anerkannt, von einer Regierungsbehörde gesponsert, oder eine solide Reputation hat.
Bioverfügbarkeit:
Die Fähigkeit, die nützlichen Komponenten des Fischöls zu absorbieren hängt mit der molekularen Struktur der Fettsäure zusammen. Je natürlicher und je weniger chemisch verändert die Stuktur ist, desto besser die bioverfügbarkeit. Dies gilt natürlich für jeden Nährstoff und deshalb ist es immer vorzuziehen das dein Hund seine Nährstoffe so oft wie möglich aus Nahrung oder Nahrungsbasierten Quellen bekommt.
Jeder einzelne Schritt zur Verarbeitung von der natürlichen Form der Nahrung bis hin zu einem Extrakt oder Isolat erhöht das Risiko den Nährstoff zu schädigen oder seine chemische Form zu verändern so dass es schwieriger wird ihn zu absorbieren oder er hat einen anderen Effekt auf den Körper als gewünscht.
Wenn wir die Bioverfügbarkeit von Fisch mit Fischöl vergleichen, gibt es ein paar Komponenten zu berücksichtigen.
Nährstoffgehalt Fischöl enthält hauptsächlich EPA und DHA, Lebertran enthält außerdem Vitamin D. Andererseits enthält ganzer Fisch nicht nur DHA und EPA, sondern auch Vitamin D, Selen, Protein, Kofaktoren und eine kompletteres Fettsäurenprofil als Fischöl.
Wirkungsstärke:
Hier könnte Fischöl einen Vorteil haben. Fischöl enthalt viel höhere Konzentrationen von DHA und EPA. Andererseits, ca. 170 Gramm Wildlachs enthält 883mg EPA und 1111mg DHA. Die EPA und DHA Ansprüche für Hunde sind größtenteils nicht bekannt, aber das National Research Council hat eine sichere Höchstmenge festgelegt (wobei noch einer für Katzen gefunden werden muss).
Die Daten suggerieren das eine Dosis zwischen 40 bis 110mg konbiniertes EPA und DHA pro 1kg Körpergewicht des Hundes sicher ist.
Also ca. 170Gramm Fisch die Woche könnte alles sein was ein 15kg Hund benötigt.
Aufnahme
Die Höhe von EPA und DHA um Fischöl sagt nicht viel aus wenn der Körper sie nicht absorbiert. Verschiedene Studien deuten darauf hin, das Fischölsupplementation nicht so effektiv sein könnte wie Fisch zu essen.
Der Grund dafür könnte sein, dass die anderen Fette, die im Fisch gefunden werden notwendig sein könnten um EPA und DHA ordentlich zu absorbieren.
In einer Studie wo die Effekte von Fisch und Fischöl verglichen wurden, fanden Forscher heraus das das Level an DHA nach 6 Wochen Lachskonsum 9mal höher war als nach Fischölkonsum.
Die Hypothese der Autoren war das die Konfiguration der Fettsäuren im Fisch denen im Körper ähneln und so einfacher zu absorbieren waren.
Eine weitere Studie bestätigt dies in dem sie demonstriert das Fischöl viel besser absorbiert wird wenn es zu einer sehr fetten Mahlzeit eingenommen wird. Sie fanden raus das die Menge an Omega-3 im Körpergewebe dramatisch anstieg wenn Fischöl in Verbindung mit 12 Gramm Olivenöl eingenommen wurde.
So scheint es, dass EPA  und besonders DHA, viel besser vom Fisch als von Fischöl absorbiert werden. Der Effekt war scheinbar verneunfacht. Das bedeutet unserer Hunde würden 9 mal weniger DHA vom Fisch benötigen um die gleiche Menge aufzunehmen wie DHA aus Fischöl.
Wie dem auch sei, deinem Hund Fischöl zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit zu geben könnte die Aufnahme so gut erhöhen das sie den Punkt erreicht um mit ganzem Fisch mitzuhalten. Unglücklicherweise bietet wissenschaftliche Literatur dazu verschiedene Meinungen. Fischöle sind nicht alle gleich geschaffen Es ind zur Zeit drei Fomen von Fischöl auf dem Markt erhältlich:
  1. Natürliche Triglycerid-Öle. Diese bekommste du wenn du den ganzen Fisch „audrückst“ und das natürliche Öl davon extrahierst. Dies ist das nächste zum Fisch essen in seiner natürlichen Form und ist hoch bioverfügbar. Der Nachteil dieser Form ist, da es nicht konzentriert ist, dass es meist niedrige Mengen an EPA und DHA enthält. Und da es nicht gereinigt wurde, kann es hoch kontaminiert sein mit Schwermetallen, PCBs und Dioxin.
  2. Ethylester-Öle. Diese treten auf wenn natürliche Triglyceride konzentriert und molekular destilliert werden um Unreinheiten zu entfernen. Die Esterform ist immer noch halb-natürlich, denn es ist ein Resultat eines Prozesses der natürich im Körper vorkommt. Der Vorteil dieser Form ist das es die Menge an DHA und EPA verdoppeln oder verdreifachen kann.
  3. Synthetische Triglycerid-Öle. Diese Form tritt auf wenn natürliche Triglyceride zu Ethylestern zum konzentrieren umgewandelt werden (wie oben), aber dann wieder zurückverwandelt werden in synthetische Triglyceride. Die ursprüngliche Position der Kohlenstoffeverbindungen im Triglycerid verändert sich und die generelle Molekülstruktur ist umgewandelt, was die Bioverfügbarkeit dieser Öle beinträchtigt.
Studien die sich mit der Aufnahme verschiedener Typen Fischöl beschäftigen suggerieren, nicht gerade überraschend, das die natürlichen Triglyceride Form beser absorbiert wird als die Ethyl Ester, welche wiederum besser absorbiert werden als die synthetischen Triglyceride. (Beckermann B, Beneke M, Seitz I. (1990).  Comparative bioavailability of eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid from triglycerides, free fatty acids and ethyl esters in volunteers.  Arzneimittelforschung; 40(6):700-704.) Die Ethyl Ester sind außerdem unstabiler und produzieren ehr schädliche Beiprodukte der Oxidation als die natürlichen Triglyceride. (Song JH, Inoue Y, Miyazawa T.  (1997). Oxidative stability of docosahexaenoic acid-containing oils in the form of phospholipids, triacylglycerols, and ethyl esters. Biosci Biotechnol Biochem. 61(12):2085-8) Unglücklicherweise ist der Hauptteil der Öle auf dem Markt EthylEster.
Du kannst herausfinden wie das Öl deines Hundes produziert wurde in dem du die Firma kontaktierst oder diesen einfachen Test zu Hause ausführst:
Gib ein paar ml deines Öles in einen Styroporbecher und stelle ihn auf eine Platte (das könnte nötig werden). Lass den Becher für 10 Minuten stehen, dann kontrolliere ob sie dicht ist. Durch ihre chemische Zusammensetzung werden EthylEster sich in den 10 Minuten direkt durch die Tasse fressen. Natürliche Triglyceride wird nur für geringe Schäden sorgen und auch erst nach 2-3 Stunden in der Tasse.
Das Fazit lautet   Wenn es um die Entscheidung geht ob dein Hund besser Fisch oder Fischöl bekommen sollte – oder ob sie überhaupt benötigt werden – kommt alles auf mehrere komplexe Faktoren an. Im Allgemeinen, wenn dein Hund eine gesunde Diät mit hauptsächlich grasgefütterten Tieren, frei von Getreide und Pflanzenölen bekommt, dann ist Fisch ab und an vermutlich das einzige was er brauchen könnte.
Wenn er aber an einer chronischen Erkrankung oder Stress leidet, verletzt ist oder sich im Wachstum befindet (oder wenn du eine Trächtige Hündin hast) könnte ein Fischölsupplement eine gute Idee sein. Ob es lange Zeit benötigt wird, ist vielleicht der Fall oder auch nicht – das hängt wirkich von der Situation deines Hundes ab.
Für Hunde die eine verarbeitete, getreidebasierende Diät bekommen könnte eine kombinatione von Fisch und hochwertigem Fischöl dazu beitragen das sichergestellt ist das er die Vorzüge von ganzem Fisch erhält plus eine extra Portion EPA und DHA. Wenn du dich dafür entscheidest deinem Hund Fischöl zu geben, dann ist es wichtig das du folgendes tust:
  1. Frage nach einem Analysezertifikat (COA) vom Hersteller bevor du das Produkt kaufst.
  2. Supplementiere mit Vitamin E, vozugsweise von ganzen Nahrungsmitteln. Eine getreidebasierende Diät mit Fischöl zu supplementieren ist keine gute Langzeitlösung denn beide werden den Vitamin E speicher deines Hundes leeren.
  3. Stelle sicher das dein Hund ausreichend gesunde Fette bekommt um die Aufnahme des Fischöls zu erhöhen
  4. Wähle ein hochwertiges Fischöl in natürlicher Triglyceridform. Nicht nur wird dieses besser absorbiert, es gibt auch weniger oxidativen Stress.
  5. Überlege beides zu nutzen, frischen ganzen Fisch und Fischöl um deinen Hund die volle Bandbreite an gesunden Fetten zu bieten.
Auch wenn PUFAs entzündliche Prozesse oder oxidativen Stress begünstigen können sollten sie als feine, ja nützliche Nährstoffe gesehen werden die korrekt angewendet, in angebrachten Mengen verabreicht und zusammen mit einer hochwertigen, artgerechten Ernährung werden müssen.

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