Pankreainsuffiziens durch Futterumstellung heilen 1


Pankreas Insuffizienz – Leidensgeschichte von Hund Steve und seinem Herrchen Rainer Völker

Solch ein Häufchen Elend war Steve, nach einem halben Jahr nach Beginn seiner Krankheit.

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3 Unterschiedliche Tierärzte konnten seine Bauspeicheldrüsenerkrankung nicht aufhalten. Wir zogen eine Barf-Ernährungsberaterin hinzu, doch es  ging mit Steve immer weiter bergab. Diese Barf-Beraterin empfahl zum Obst und Gemüse noch einige andere pflanzliche Stoffe / Kräuter.
Steve war schon von 14,5 auf 12,5 kg abgemagert. Am 23.12.15 erbrach Steve  ein weiteres kg auf 11,5 kg an nur einem Tag.
Das war 1kg unverdautes Obst+Gemüse !

Ich war einer Prey Gruppe schon lange beigetreten, hatte mich nur noch nicht getraut umzustellen, weil mir diese Art der Ernährung noch nicht so „bekannt“ war.
Aber jetzt musste sich was ändern, unser Hund war am verhungern, alle Lebensgeister schienen ihn verlassen zu wollen.

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Judith Tubbesing, die Administratorin der Gruppe, empfahl einem anderen Gruppenmitglied mit einem Pankreas Hund sich mit Patrizia Rappensperger in Verbindung zu setzten, diese hätte schon hunderten, an Pankreatitis  erkrankten Hunden geholfen oder gar geheilt. Sie würde bestimmt auch Steve helfen.

Also habe auch ich Patrizia angeschrieben und sie hat sich umgehend mir gemeldet. Wir telefonierten, ich wollte unbedingt wissen wer die Frau ist, welche Erfahrungen sie mit der Krankheit und Hunden hat.

Patrizia Rappensperger machte am Telefon einen sehr freundlichen und vor allen Dingen kompetenten Eindruck. Und sie sagte, „es ist egal, dass jetzt Weihnachten ist, wir müssen jetzt deinem Hund helfen!“

Mir wurde jedoch nahegelegt, dass ich mich genau an die Datei halten und in der akuten Phase sehr vieles mit ihr abstimmen müsste.
Ich vertraute ihr!
In unzähligen Mails und einigen Telefonaten, trotz der Feiertage, haben wir Steve stabil bekommen!

Wir haben Steve am Anfang Mini Portionen rohes, püriertes Rind per Hand in den Mund gesteckt, da er nicht fressen wollte. Mit Spritzen a‘ 7ml Wasser/Elektrolyt/Gemisch in den Mund gespritzt, da er nicht trinken wollte. An Heiligabend um 17.00 an der Notfall Apotheke, die von Patrizia Rappensperger empfohlenen Medikamente geholt. Und Steve step by step genauso wie sie uns geraten hatte, betreut.

Alles was uns die Tierärzte und Barf Beraterin empfohlen haben und was man beispielsweise in den üblichen Gruppen zum Thema Pankreatitis beim Hund so liest, haben wir über den Haufen geworfen, da wir spürten dass uns Patrizia weiterhelfen kann!

Steve war von dem wochenlangen abbauen, dem monatelangem Durchfall, und dem im Dezember immer öfter auftretenden Erbrechen so fertig, dass er kaum noch sein Körbchen verlassen wollte.
Nach wenigen Tagen merkten wir eine tatsächliche Besserung. Er bekam zwar nur Mini Portionen, aber sie blieben drinnen!

Es waren Mini Schritte, unzählige Abstimmungen mit Patrizia, als sie uns riet eine Tierheilpraktikerin mit Bioresonanz Therapie aufzusuchen, haben wir sie nur kurz gefragt was das ist, und ihr wieder vertraut!

Sie hat uns von Regensburg aus eine kompetente THP in unserer Nähe gesucht. Schon auf ihrer Homepage stand von anderen Kunden geschrieben, „Tina macht das nicht unbedingt des Geldes wegen, sondern zum Wohle der Tiere!“ Genau so ist es auch, absolut zu empfehlen, immer hilfsbereit, sehr erfahren!

Die Bioresonanz verlief genau so wie Patrizia und Tina es beschrieben, in kleinen Schritten Besserung, aber nach jeder Behandlung eine kleine sichtbare Besserung!

Steve hat bereits nach der 2.oder 3. Behandlung wöchentlich 200 Gramm zugenommen. Er wurde strikt nach Tinas und Patrizias Empfehlungen ernährt. Nach 2 Monaten war der Kot, bis auf wenig Ausnahmen, wieder normal.

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Von diesem Moment an wurde Steve wieder so agil und lebensfroh, wie wir ihn fast nicht mehr kannten.
Er hat seine Rudelführerschaft (Steve ist mit 7 Jahren der älteste, wir haben noch eine französische Bulldogge und einen 10 monatigen 27kg Continental Bulldog) wieder voll übernommen.
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Ziemlich genau 3 Monate, nachdem er fast zugrunde gegangen wäre, ernähren wir ihn wieder fast normal (noch gewolftes Kalbsbrustbein mit Knochenmehl anstatt Knochen) nach Prey (Frankenprey)
Parallel zu Steve haben wir die beiden anderen Hunde auch von Barf auf Prey umgestellt, und allen 3 Hunden geht es so gut wie selten zuvor.

Steve ist wieder bei seinem Idealgewicht von 14,5 kg.
Danke Judith für deinen Tipp und deine Tätigkeit hier in der Gruppe, danke Patrizia Rappensperger für deine tollen, jederzeit abrufbaren Empfehlungen, danke Tina Fath für deine tolle einfühlsame Behandlungen. Ihr habt unserem Steve das Leben gerettet!!!

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Alle die einen Pankreas kranken Hund haben, kann ich nur empfehlen:
Lest die Datei und macht ganz genau das was da geschrieben steht! Euer Hund hat nur die eine Chance wieder fit zu werden!

Fütterung bei Pankreaserkankungen/Bauchspeicheldrüse

Der Text ist von Patrizia Rappensperger. Sie hat direkt auf einen Post geantwortet deshalb bezieht sich das hier quasi auf einen jüngeren Hund und es sind ein paar fragen drin die man einfach mal überlesen kann;), gilt aber natürlich im Großen und Ganzen für alle anderen.

Du solltest wie schon gesagt wie in den Dateien beschrieben mit der Umstellung beginnen. (Auf keinen Fall solltest du es mit Fertigfutter mischen!!)
Nun zu den Unterschieden, die man bei einem EPI Hund beachten sollte. Da deiner noch sehr jung ist besteht eine große Chance, dass es komplett ausheilen kann und du in ca einem Jahr keine Medikamente mehr brauchst. Mindestens sollte es aber so gut werden, dass dein Hund Symptomfrei wird und mit Enzymen normal fressen kann.

Der folgende Fütterungsplan ist für die ersten 6-8 Monate:

– KEIN FERTIGFUTTER! NIE!

– zu JEDER Mahlzeit Fettverdauende Enzyme direkt dazu oder unmittelbar davor geben. Solche Kombi Enzym-Präparate mit pflanzlichen Enzymen sind absolut wirkungslos. Ich empfehle immer das Medikament Pankreatin. Es ist ein Humanpräparat, das u.a. aus der Schweinepankreas gewonnene Fett-verdauende Enzyme enthält. Keine Angst. Es handelt sich um ein apothekenpflichtiges Medizin-Produkt, das natürlich KEINESFALLS Aujetzky enthalten könnte.
NUR diese Enzyme, die vom Schwein als Allesfresser stammen sind in der Lage, genau die Enzyme die der Hund als Fleischfresser braucht, auszugleichen. Pflanzliche Enzyme (wie z.B. Wobenzym, etc….) können dies nicht, da der Hund 1. nichts pflanzliches fressen soll und 2. diese fremden pflanzlichen Enzyme den Verdauungstrakt zusätzlich belasten können. Einen ähnlich sinnlosen Effekt hat die Pankreas von Pflanzenfressern wie Kühen. Sie sind einfach nicht in der Lage genau die Enzyme auszugleichen, die der Hund nicht mehr oder nicht ausreichend produzieren kann. Also bitte Pankreatin geben um die fehlenden Enzyme auszugleichen. Am günstigsten gibt es das von der Firma Stada in der online Apotheke („meine online apo“)-einfach googeln. Je nach Schwere der Pankreas Schwäche nimmt man dann die 10.000er oder die 20.000er Einheit.

– alles NUR sehr fein gewolft füttern. Egal was. Auch Knochen.

– Fett darf (sofern die richtigen (!) Enzyme gegeben werden) in völlig normalen Mengen gefüttert werden.

– KEINE pflanzlichen Bestandteile, KEINE Kauartikel, KEINE Milchprodukte, KEIN Getreide, KEINE industriellen Leckerlies oder Kauartikel. In der Anfangsphase sollten eigentlich gar keine Leckerlies gegeben werden! Wenn man doch unbedingt Leckerlies geben möchte hat sich gerade bei EPI Hunden fettfreie, getrocknete Lunge in winzigen Stücken bewährt (da man ja nicht zu jedem Leckerlie Enzyme geben kann!). Aber auch das kann während einer akuten Phase oder einen starken Schub zu viel sein. Dann am besten komplett weg lassen!

– Anfangs 2 Mal täglich zu unterschiedlichen Zeiten füttern. Ziel ist es, den Hund 1. von festen Fütterungszeiten weg zu bringen um eine Konditionierung der Magensäure-Produktion zu vermeiden. 2. Ist es für den EPI Hund aus puren Erfahrungswerten (entgegen (!) dem Rat, mehrmals täglich kleine Portionen zu füttern) wichtig, dass man so bald wie möglich auf nur eine Fütterung Täglich kommt. Da so der angeschlagene Verdauungsapparat nicht so häufig traktiert wird und die Pankreas nicht auch noch ständig zur Enzymproduktion genötigt wird. Zudem trägt das bei einmaliger Fütterung größere Volumen des Futters dazu bei, dass der normal in Falten liegende Hundemagen besser entfaltet wird. An den sonst in Falten liegenden Magenwänden befinden sich Drüsen, welche durch Berührung der Nahrung dazu angeregt werden, Verdauungsenzyme zu produzieren. Findet dies statt, entlastet das die Pankreas enorm. Es ist mir schleierhaft, weshalb Tierärzte trotzdem immer eine mehrmalige Fütterung täglich empfehlen.

– viele EPI Hunde haben Probleme mit der Magensäure. Das kann sich durch rülpsen, schlecken, schmatzen, speicheln und Erbrechen äußern. Dies oft nachts, früh morgens oder auf nüchternen Magen. Hier ist das Ziel von festen Fütterungszeiten weg zu kommen.
Es kann auch zu enorm lautem Bauchgluckern kommen. Dem kann man Abhilfe schaffen, indem man eine ganz winzige Menge hauchfein gehacktes/gewolftes Fleisch (maximal 1 Teelöffel!!!) mit sehr viel Wasser verrührt und das dem Hund zu trinken gibt. Wirklich nur so wenig wie möglich hinein geben, nur dass der Hund es trinkt. Danach ist sofort Ruhe mit Gluckern, rülpsen und Co „wink“-Emoticon
Bitte (wenn möglich) KEINE Säureblocker geben!!

Man sollte sich unterscheiden, ob der Hund „klar“ oder „schaumig“ speichelt. Und wie viel. Hat der Hund starke Schmerzen (ja, die Pankreas kann äußerst schmerzhaft sein!!!), dann speichelt er meist klar und sehr viel. Es läuft richtig in Fäden aus dem Maus. Zudem hechelt der Hund stark und nimmt eine „vorsichtige“ Körperhaltung ein. Ist dies der Fall, hat er starke Schmerzen. Dies kann bei akuten Schüben vorkommen oder wenn etwas falsches (wie oben beschrieben) gefüttert wurde. Oft, weil man dem Hund gedankenlos ein Stückchen Wurst oder ähnliches zugesteckt hat…

Wenn es dem Hund bei einer absolut konsequenten derartigen Fütterung nach ca 6 Monaten dauerhaft für ca 2-3 Monate richtig gut geht, kann man ganz vorsichtig damit anfangen, das Fleisch etwas grober zu wolfen. Alles andere lässt man gleich.
Wenn das wieder 2-4 Monate dauerhaft gut geht und Symptome der Verschlimmerung ausbleiben kann man wieder einen Schritt weiter gehen und das Fleisch nur noch sehr fein schneiden. So geht das monateweise, immer nur dann, wenn es dem Hund lange damit völlig gut geht weiter, bis man es immer gröber schneiden kann und nach und nach ganz vorsichtig etwas am Stück ausprobieren kann. Sobald sich eine Verschlechterung einstellt SOFORT wieder fein gewolft füttern und warten, bis die Symptome verschwunden sind. Dann wieder etwas vergrößern. Manche Hunde kann man auf diese Weise dazu bringen, dass sie irgendwann wieder ganz normal alles am Stück fressen können. Die meisten. Aber nicht alle. Manche brauchen irgendwann keine Enzyme mehr. Andere werden zwar Symptomfrei, aber brauchen lebenslang die Enzyme. Dein Hund hat gute Chancen in 1-2 Jahren völlig gesund zu werden, da er noch sehr jung ist!

Eine Pankreas Insuffizienz (unzureichende oder fehlende Produktion von Verdauungsenzymen) unterscheidet sich erheblich von einer Pankreatitis (Entzündung der Pankreas)!!!!
Das sind zwei völlig verschiedene Erkrankungen! Bei einer akuten (!) Pankreatitis darf man unter KEINEN Umständen Enzyme geben. Bei einem Chronischen Verlauf einer Pankreatitis darf und soll man Enzyme geben. Aber NICHT bei akuten Schüben!! Das ist sehr wichtig!

 


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