Sarah Sguitar: Verwandlung durch PMR

Wir haben vom ersten Tag, bis wir zu Prey Model Raw gekommen sind, einen langen Weg durch das große Angebot der heutigen Futtermittel hinter uns.

Fini kannte vom Züchter aufgeweichtes Trockenfutter. Wir zu Hause hatten uns schon ausgestattet mit Frolic Trockenfutter und Pedigree Nassfutter, hat auch gut was gekostet, konnte also nicht schlecht sein - dachten wir.

Bei den breiigen und noch dazu künstlich rotgefärbten Häufchen dachten wir uns nichts. Bald wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass im Frolic diverse ungesunde Zusätze und Bestandteile steckten und wir stiegen wieder auf das Futter um, was Fini bei der Züchterin bekommen hatte. Doch darauf reagierte sie nicht besser, also ließen wir uns im Zoofachhandel beraten.
Das Happy Dog, mehr oder weniger eine "Premium" Futtermarke für nicht gerade wenig Geld, sollte "top" sein, somit entschieden wir uns dafür.
Zufrieden waren wir damit jedoch nicht, da Fini immer wieder breiigen Stuhl und merkwürdigen Schorf in den Ohren hatte. Wir informierten uns weiter und wieder wurden wir eines besseren belehrt, denn wir erfuhren, dass Getreide im Futter oft Allergien auslöst und von vielen Hunden schlecht verwertet wird, und das wollten wir natürlich nicht.


Schäferhund Trockenfutter

Schäferhund Dieser Schäferhund bekam getreidefreies (wohl aber reishaltiges) Trockenfutter. Er fraß die doppelte Menge der Angaben auf dem Hundefutter und war dennoch so mager. Ihre Bauchspeicheldrüse war völlig überlastet, Verdauung waren riesen Kuhfladen als Haufen: Der Hund konnte das Futter einfach nicht verwerten. Bei 60 cm wog sie nur 21kg .


Somit kamen wir zum Wolfsblut Trockenfutter, was ein sehr hochwertiges Futter sein soll und außerdem getreidefrei ist.
Auch hier war der Preis ziemlich happig, aber was tut man nicht alles, damit es dem Hund gut geht?
Laut Fütterungsempfehlung benötigte Fini von diesem Futter nur knapp die Hälfte wie davor. Das erklärte ich mir mit der wohl besseren Verwertbarkeit. Umso überraschter war ich, dass Fini einfach nicht zunahm und immer noch große Kotmengen ausschied.
Sie war nun 12 Monate alt, 60 cm groß und wog 20 kg. Auch als ich ihr fast die doppelte Futtermenge gab, nahm sie nicht zu.
Wir sind dann zum Tierarzt und haben ein großes Blutbild und eine Kotuntersuchung machen lassen. Heraus kam, dass sie einen Giardienbefall hatte (später erfuhr ich, dass diese Parasiten sich von Kohlenhydraten im Darm ernähren) und zum anderen wies sie eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz vor.
Der Tierarzt (diesmal übrigens selbst Roh-Fütterer) erklärte mir, dass die Bauchspeicheldrüse für die Verwertung von Getreide, Mais, Reis, Kartoffeln und dergleichen in großen Mengen Enzyme produzieren muss, für die sie nicht vorgesehen ist.
Unser Wolfsblut Trockenfutter war zwar getreidefrei, bestand jedoch zu 30% aus Reis - womit sie (als Fleischfresser) einfach nicht viel anfangen konnte.
Das war die Erklärung.
Der Schorf in ihren Ohren war nach wie vor da, aber die Tierärzte meinten allesamt, das wäre "nichts" und wir müssten die Ohren einfach besser sauber halten. Erst später erfuhr ich, dass das schon ein Anzeichen für eine Unverträglichkeit gewesen sein könnte.


Wir stellten somit auf sogenanntes BARF um, also frisches Rohfutter, rohes Fleisch (größtenteils Muskelfleisch) und Obst und Gemüse.
Denn frisches Fleisch sollte sehr gut verwertbar sein. Das Obst und Gemüse sollte man pürieren, da Hunde die Vitamine und Nährstoffe sonst nicht verwerten könnten.
Ich war am Anfang zwar noch unsicher, ob ich denn alles richtig machen würde, aber was mich dann letztendlich überzeugt hat, ist das Argument:
Bei Fertigfutter vertrauen wir ja auch einfach darauf, dass der Hund alles bekommt, was er braucht, nur weil der Hersteller es sagt. Dann kann man es auch gleich selbst machen und, wenn man wirklich unsicher ist, nach ein paar Monaten anhand eines Blutbildes kontrollieren, ob alles in Ordnung ist.
Außerdem ist es wirklich nicht so aufwändig, wie es zunächst klingt. Bei zwei Hunden verbrachte ich täglich ca. 5 Minuten mit der Zubereitung.
Nach der Umstellung nahm Fini überraschend schnell zu, sodass wir keinerlei Enzymzugabe benötigten, um ihre Bauchspeicheldrüse wieder aufzubauen. Der Schorf in ihren Ohren war verschwunden. Auch verschwand der Mundgeruch, wie das Fütterungsmodell versprochen hatte.

Etwas enttäuscht waren wir, weil Fini immer noch recht große Häufchen machte, mitunter 2x am Tag, und bekanntlich heißt es ja, je besser die Verwertung, desto weniger wird ausgeschieden. Außerdem hatte sie nach dem Fressen einen ziemlichen Blähbauch, was wir aber zunächst in Kauf nahmen, da sie durch das BARFen nun endlich ihr Normalgewicht von 28 kg erreicht hatte. Abgesehen von der Wirkung auf ihre Gesundheit kamen wir finanziell auch viel billiger weg als mit hochwertigem Fertigfutter - beim Nassfutter hätten wir gut das doppelte bezahlen müssen.


Umstellung auf Rohfütterung

Schäferhund Das 2. Bild ist nach der Umstellung auf Prey-Model-Raw (PMR). Das Mädchen hat gut zugenommen (6-7 kg), kann das Rohfutter super verwerten. Kotabsatz nur noch eine kleine Kotmenge (ist aber erst weniger geworden als auch auf Obst + Gemüse verzichtet wurde!), schönes kräftiges Fell...


Durch Zufall erfuhren wir dann vom Prey Model Raw, nach dessen Fütterungsmodell man die Zusammensetzung (Muskelfleisch, Organe, Knochen, Fett) der natürlichen Beute eines Caniden nachstellt.
Wir waren äußerst skeptisch, da uns immer erklärt wurde: Entweder füttert man zum Fleisch Obst und Gemüse hinzu, oder man müsse in Form von Vitamin- und Mineralpülverchen supplementieren.
Doch kompetente und jahrzehntelang erfolgreich praktizierende Verfechter des Prey Model Raw klärten uns anhand von wissenschaftlichen Studien und biologischen Prozessen über den Organismus des Hundes als Fleischfresser auf.
Immer noch skeptisch ließen wir uns zunächst auf einen Versuch ein. Es dauerte aber nicht lang, bis wir sämtliche positive Veränderungen feststellen konnten.
Die Kotmenge verringerte sich, ihr Fell wurde kuschelweich, sie hat keinen Blähbauch nach dem Fressen, durch die kohlenhydratfreie Ernährung können wir Endoparasitenbefall weitgehend vermeiden!
Und somit war es für uns klar, dass wir mit Prey Model Raw unser Fütterungsmodell gefunden haben. Nie wieder würde ich einen Hund anders ernähren.


Futterpläne

Bei uns gibt's bei einem 28 kg Hund (ausgehend von 2% des Körpergewichts und auf- bzw. abgerundet je nach Ergebnis):













Autorin: Sara Sguitar


So kam ich zur Prey Model Raw Fütterung auf Facebook teilen

(C) 2006 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken