Cockerspaniel

1999


Im Jahre 1999 (lang, lang ist's her...) zog mit Moosjägers Gundi der erste Hund der jungen, damals noch dreiköpfigen Familie Hutterer ein.
Natürlich wollten wir damals alles richtig machen und es wurde sich mit anderen Hundehaltern, Züchtern und selbstverständlich auch Tierärzten beratschlagt. Die Wahl fiel dann schnell auf Trocken- und Nassfutter (kombiniert) der Marke Science Plan (besser bekannt als Hill's), schweineteuer, aber der Tierarzt wird's ja wissen und bei einer kleinen Cockerdame fällt das ganze ja auch nicht sooo sehr ins Gewicht. Das Futter kauften wir damals tatsächlich noch direkt bei unserer Tierärztin, Hill's war damals nämlich genau wie Royal Canin noch ausschließlich beim Veterinär erhältlich.


Cockerspaniel


Da Gundi große Probleme mit Mundgeruch und schlechten Zähnen hatte, ließen wir das Nassfutter dann irgendwann weg.
Ein Rauhaardackel kam dann zu unserem Kleinrudel dazu, aus dem C-Wurf wurde eine Hündin behalten.
Mit nun vier Hunden wurde mal nur Trockenfutter gefüttert, dann gab es eine Zeit lang auch Nassfutter. Jarno Hutterer versuchte sich sogar eine Zeit lang im Teilbarfen, wobei das ganze aus einer Mahlzeit Trockenfutter und einer bestehend aus gewolfter Fleischpampe mit Flocken zusammengesetzt war. Nom Nom ;-)
Es folgten Ausflüge quer durch die Vielfalt des Fertigfutterdschungels, von Hill's über Belcando, Happy Dog, Platinum, Orijen, Mera Dog, Markus Mühle usw. So richtig zufrieden waren wir nie.


2009 verloren wir unsere gerade 10jährige Gundi nach langer Krankheit an einem Milztumor. Nachdem ihr nach einem Mammatumor ein paar Jahre zuvor bereits eine ganze Gesäugeleiste sowie Gebärmutter und Eierstöcke fehlten (zu deutsch sie war kastriert), entschieden wir uns gegen eine weitere OP.
Die Hunde umzustellen reizte mich damals schon länger und aufgrund des anstehenden Wurfes, dessen Aufzucht mit Fertigfutter ich damals nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, doch sehr. Zudem ging es meinen Katzen seit der Umstellung auf Rohfutter sehr gut.


Die Tatsache, dass ich mich aufgrund der Allergie des Katertieres sehr ausführlich mit dem Thema Fertigfutter befasst hatte, machte das Ganze nicht besser. Gerade mit der aktuellen Situation (wenn ich mich recht erinnere, gerade mal wieder Hill's) war ich gar nicht glücklich.
Nach langem Einlesen in diversen Büchern, Internetseiten und Foren, Austüfteln von Futterplänen etc. stellte ich meine Hündin um.
Ordentlich zitternd, keinerlei Erfahrung mit der Rohfütterung von Hunden, das Tier gerade erst umgestellt und dann trächtig. Kurz vor der Geburt packte mich die nackte Panik vor Missbildungen und Totgeburten, die erst endete, als ich die 5 kerngesunden, mehr als propperen (100 g über dem Geburtsgewicht von Gundis Trockenfutterwelpen) Hundekinder im Arm halten konnte.
Die Welpen entwickelten sich sehr gut, recht ungeplant blieb dann unsere kleine Dea-Liesl und wurde selbstverständlich weiter roh ernährt. Ich war völlig überzeugt.

Nicht so toll war dann jedoch die Tatsache, dass Sammy grottiges Fell entwickelte und ich mit der ewigen Gemüsepanscherei nicht glücklich war. Die Hunde fraßen Unmengen, teils mehr als das doppelte der Empfehlung und mit einer Junghündin im Wachstum war ich wieder verunsichert. Was, wenn die Hüfte Schaden nimmt? (Letzteres war dann aber doch nicht der Fall, Liesl hat eine gute Hüfte bekommen.)


Cockerwelpen


Unser Bubi hatte Ende 2011 dann eine bakterielle Infektion, starke Durchfälle und Erbrechen, Abmagerung bis auf die Knochen. Nach wenigen Tagen wog unser stattlicher English Springer Spaniel Rüde nur noch 21 kg, vorher 26. Nach Antibiotika, Fasten und Schonkost wurde er zurück auf Trockenfutter gesetzt. Tierärzte, Züchter und Freunde gaben der Rohfütterung die Schuld. Schließlich war er bei der Umstellung auch schon 9 Jahre alt.
Leider litt Bubi inzwischen immer wieder unter sogenannten Hot Spots, starken Entzündungen der oberen Hautschichten mit Haarausfall und Nässen. Seine chronische Ohrenentzündung hatte er seit 12 Jahren und wurde andauernd mit Salben behandelt. Auf die Idee, dass da was anderes als seine Schwimmfreude dahinter stecken könnte, kamen weder wir noch die behandelnden Tierärzte.
Ende 2013 mit zwei Hunden (Anm.: Eine Hündin wechselte aus diversen Gründen die Besitzer, der Dackel verstarb leider nach einem Unfall.) mit zwar nicht schlechtem, aber eben auch nicht wirklich tollem Fell, einem abgemagertem Hund mit diagnostiziertem Leberproblem, enormen Futterkosten und meiner inzwischen absoluten Gemüse-Pürier-Unlust war klar, es muss was Neues her. So kann es nicht weiter gehen.

So kam ich um diese Zeit zum ersten Mal auf's "Prey Model Raw" und wagte die Umstellung. Kurzum, das Fell war nach kurzer Zeit so, wie ich mir perfektes Fell vorstellte. Seltsamerweise verfilzen meine doch langhaarigen Hunde seitdem nicht mehr und auch Kletten finden kaum noch Halt. Auch die Babywolle der schwarzen Elfin ist absolut knotenfrei.
Die Leberwerte des alten Rüden haben sich stabilisiert, er hat das erste Mal seit Jahren eine angemessene, schlanke, aber doch gute Figur - und das mit nicht mal halb so viel Futter wie mit BARF!

2014 fiel der PMR-D-Wurf, 7 Welpen, keine Totgeburt, kerngesund und prächtige Entwicklung. Wieder mal blieb völlig ungeplant ein Mädel - man hat ja als Züchter auch seine Verantwortung und muss doch fachgerecht beurteilen, ob die Ernährung auch für kleine Pupswelpen geeignet ist - also gaaaanz uneigennützig und ohne Hintergedanken *hüstel* ;-)
Zusammenfassend also: Die Hunde sind gesünder, sehen besser aus und auch unsere Futterkosten sind enorm gesunken, da der Nährwert und die Verdaulichkeit vom PMR einfach höher sind. Für uns haben wir nun also den perfekten Weg gefunden.



Cockerspaniel aus dem Regental

Cockerspaniel werden ca. 12-14 kg Endgewicht bekommen.
Die Ernährung hier ist uns von der Züchterin zur Verfügung gestellt worden.

Die Portionen sind wie folgt bemessen: 2 % vom Endgewicht für einen Cockerwelpen mit ausgewachsen 12-14 kg ca.

Die Rezepte sind Tagesrationen.


Rezept 1:
100 g Hühnerklein, 55 g Fleisch, je nach Fettgehalt im Fleisch bis maximal 40 g Fett, 11 g Milz und Niere, 11 g Leber


Mundgerecht geschnitten


Rezept 2:
70 g Hühnerhälse (ohne Haut), 55 g Fleisch, je nach Fettgehalt im Fleisch bis maximal 45 g Fett, 11 g Milz und Niere, 11 g Leber, 85 g Fleisch


Eine Mahlzeit bitte


Rezept 3:
50 g Rinderknochen, 105 g Fleisch, je nach Fettgehalt im Fleisch bis maximal 45 g Fett, 11 g Milz und Niere, 11 g Leber


Cockerspaniel


Autor: Maxi Hutterer

http://www.regentalspaniels.com/


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