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Was darf nicht gefüttert werden?

- Tragende Knochen

von großen Tieren, z. B. Beinknochen von Rindern, Rehen etc. Von Rindern sind die Knochen generell eher ungeeignet, sofern nicht vom Kalb oder nicht ganz so schwer gezüchtet wie Masttiere (Beinknochen sind eigentlich immer ungeeignet).

Diese können Haarrisse in den Zähnen eurer Hunde verursachen und über kurz oder lang den Zahn zerstören, also Finger weg davon. Auch diese sogenannten Hundeknochen fallen in diese Kategorie.

- Generell Knochen ohne/mit wenig Fleisch sollte man nicht unbedingt füttern.

- gekochte/getrocknete Knochen, da sie trocken und porös sind und splittern können, was gefährlich werden kann. (Wenn viel Fleisch dran ist und sie bei euch nur ein paar Tage im Kühlschrank standen, ist das natürlich was anderes.)

- Getreide

da diese bekannt dafür sind, dass sie Allergien auslösen können. Sicher, viele Hunde und Katzen leben ein langes Leben und fressen täglich mit ihrem Futter Getreide, ohne dass was passiert. Jedoch werden es irgendwie immer mehr Hunde mit Allergien, nicht zu vergessen Nierenerkrankungen, Pankreatitis etc. Ich für meinen Teil gehe das Risiko nicht ein, vor allem, da es ja auch noch völlig unnötig ist. Mal ganz abgesehen von nicht artgerecht, ich habe noch keinen Wolf/Hund/Katze das Getreide auf dem Acker abgrasen gesehen ;)

- Soja

kann auch Allergien auslösen, wird in Verbindung mit Krebs, Unfruchtbarkeit, Hirnschäden, Verschlimmerung von Schilddrüsenerkrankungen beim Menschen gebracht.
http://www.sylt-gesund-leben.de/texten/SOJA.HTM

- Getreide, Mais, Soja etc.

enthalten außerdem hohe Mengen Phytat. Aufgrund ihrer Eigenschaften kann sie vom Menschen mit der Nahrung aufgenommene Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink in Magen und Darm unlöslich binden, so dass diese dem Körper nicht mehr zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für unsere Karnivoren-Freunde, da ausschließlich Wiederkäuer in der Lage sind, Phytat, bzw. Phytinsäure abzubauen.

Übrigens haben auch andere Pflanzen, wie z. B. Spinat solche Wirkungen. So ist Spinat z. B. ein Eisenräuber, genauso wie Milchprodukte.

Sicher, wir Menschen können durch passende Kombination von Lebensmitteln diesem entgegenwirken, aber dies würde bedeuten, noch mehr Pflanzen in das Tier zu pumpen. Da aber die Verdauung von pflanzlichem Material eingeschränkt ist, wäre es wohl sinnvoller, Pflanzen und Milchprodukte komplett wegzulassen, zumal sie völlig unnötig sind.

- Hefen

auch diese synthetisieren Phytat. Außerdem enthalten sie hohe Mengen an Phosphor, was die Kalziumaufnahme hemmt.

- Knoblauch

soll zwar - regelmäßig gefüttert - gegen Zecken und Flöhe helfen, jedoch ist dabei Vorsicht geboten, da es zu Anämien führen kann. Jedoch müssten dabei große Mengen verfüttert werden.

Jeder muss für sich selbst wissen, ob er dies füttern möchte.

Jedoch habe ich inzwischen von vielen Raw-Fütterern gehört, dass ihre Tiere keine Flöhe und Würmer mehr bekamen, meine bisher auch nicht. Da diese Parasiten eher immungeschwächte Tiere bevorzugen, kommen sie bei artgerechten und damit immunstarken Tieren kaum vor. Ich für meinen Fall halte nicht so viel von dieser Art von Vorbeugung, es sei denn, das Tier hat evtl. eine Flohallergie, aber wie gesagt, das muss wohl jeder selbst wissen.

- Weintrauben/Rosinen

Es gibt Berichte, nach denen Hunde gestorben sind, als sie Weintrauben aßen. Andererseits gibt es genug Hunde, die öfter Weintrauben fressen und ihnen passiert nichts. Vielleicht waren die Hunde vorbelastet und die Trauben mit Spritzmitteln o. ä. voll, vielleicht reagierten die Hunde in einer Art anaphylaktischem Schock oder wie auch immer.

Da man es nun nicht genau weiß, würde ich davon absehen, dem Tier Weintrauben oder Rosinen zu füttern. Es bringt den Hund nicht um, wenn er keine Weintrauben bekommt, unter Umständen bringt ihn aber der Verzehr um, ein Risiko, dass man nicht unbedingt eingehen muss meiner Meinung nach.

- Lebertran

Lebertran liefert große Mengen an Vitamin A und D, aber im Verhältnis wenig Omega-3-Fettsäuren. Wird das Tier optimal ernährt (und gehalten), bekommt es allerdings schon ausreichend Vitamin A und D. Eine Fütterung von Lebertran würde das Tier somit mit sehr viel Vitamin A und D versorgen, was nicht zu empfehlen ist, zumal eine Vitamin A-Vergiftung tödlich enden kann.

Ein reines Fischöl, also "Fischkörperöl", ist deshalb eher zu empfehlen.

- Pflanzliche Öle:

Diese enthalten zwar je nach Sorte hohe Mengen an Omega-3-Fettsäuren, jedoch in Form von ALA (Alpha-Linolensäure). ALA muss/wird im Körper aber zu EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) umgewandelt. Jedoch geschieht das im menschlichen (omnivoren) Organismus schon recht begrenzt (ca. 5-6%), bei alten und schwachen Menschen sogar teilweise gar nicht. Unsere Tiere sind aber Karnivoren, die nicht dazu geschaffen sind, pflanzliche Stoffe zu verdauen. Demnach ist es äußerst zweifelhaft, ob pflanzliche Öle bei Hunden und Katzen einen großen Nutzen haben, zumindest nicht, wenn es um die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren geht.

Die Sorten, die mehr Omega 6 enthalten, sind extrem kontraproduktiv, da wir ja eh schon ein zu viel an Omega 6 haben.

Es sei noch angemerkt, dass Omega 6 (wenn zu wenig Omega 3 vorhanden ist) entzündlich wirkt und es wohl inzwischen Hinweise gibt, dass Kohlenhydrate Krebs nähren. Außerdem taxieren sie den Pankreas (generell die Verdauung von Pflanzen), was auch dafür spricht, keine Pflanzen zu füttern.

- Schwein aus nicht sicherer Quelle, Wildschwein!

wegen Aujetzky

- Milch und Milchprodukte

Ein natürlicher Vorgang in Säugetieren ist es, nach dem Abstillen die Produktion von Laktase zu beenden. Laktase ist nötig für die Verdauung der Laktose. Nicht jeder Hund/jede Katze hat eine angeborene bzw. "anerzogene" Laktose-Toleranz. Somit kann die Fütterung dieser Produkte zu Problemen führen, die vielleicht anfangs nicht einmal ersichtlich sind. Auch wenn es Laktose-reduzierte oder -freie Milchprodukte gibt, sind diese nicht nur völlig unnötig, sondern auch im Grunde völlig unnatürlich für die Ernährung eines abgestillten Säugetieres. Sie haben keinen Nutzen für die Ernährung und stehen im Verdacht, Krebs zu erregen und sind sehr wahrscheinlich für Osteoporose des Menschen verantwortlich. Keine gute Idee, diese einem Karnivoren zu füttern, der durch artgerechte Fütterung eh schon genug Kalzium und Fette aufnimmt!

Außerdem enthalten Milchprodukte auch noch relativ viel Phosphor, was für eine verminderte Aufnahme von Kalzium sorgen kann.

- Schokolade

Das wissen, denke ich, alle, aber ja, Schoki kann je nach Kakaogehalt und Größe des Tieres leicht bis hoch toxisch sein.

- künstliche Supplemente

Alles, was das Tier benötigt, ist im Futter enthalten. Wird noch zusätzlich supplementiert, kann es zu Überversorgungen kommen. Besonders bei Jungtieren noch zusätzlich mit Kalziumsupplementen zu füttern, kann fatale Folgen haben!

- einige Aloe-Produkte:

Diese enthalten einige recht schädliche Stoffe (siehe Bild in den Kommentaren), davon abgesehen, dass diese Firma bzw. deren Vertreiber teilweise mit Angstmache arbeiten, um ihre überteuerten Produkte an den Mann zu bringen. Außerdem sind dort, wenn man sich mal die Mühe macht, die Inhaltsstoffe zu lesen, oft Zusätze drin, die den eigentlichen Nutzen bringen, welche man um Längen günstiger ohne schädliche Zusatzstoffe überall kaufen kann.

Es gilt wie immer: "Folge dem Geld." Wer hat Nutzen davon, dass jemand dieses eine Mittel/Futter... empfiehlt? Wer verdient daran, wenn jemand die Produkte kauft, oder wer erleidet einen "Schaden" (Verlust, keinen Gewinn etc.), wenn das Produkt nicht verkauft wird?

Nicht zu füttern bei Durchfall:


- Reis

Der wirkt entwässernd und spült die Stoffe, die vom Durchfall verschont geblieben sind, auch noch mit heraus. Also keine sehr gute Idee, vor allem wenn der Hund eh schon sehr dünn und angeschlagen ist! Außerdem: Durch die nicht artgerechte Nahrung (dies gilt auch für Kartoffeln, Möhren etc.) wird der Organismus noch weiter strapaziert.

- natürlich auch keine Milchprodukte, Kürbisse, etc.

Lieber einen Tag fasten lassen und dann mit kleinen Mengen und evtl. Schonkost anfangen, sprich Huhn (evtl. mit Knochen) oder weißer Fisch (sofern der Hund das kennt) und zwar roh! Gekochtes ist wieder schwer verdaulicher und stört auch so wieder das Milieu im Verdauungstrakt.

Slippery Elm Bark ist auch eine gute Alternative.

Bei wirklich schwerem bakteriellem Durchfall (also flüssig, länger anhaltend…) kann jedoch eine „Moro'sche Karottensuppe“ helfen, meist besser und vor allem magenschonender als ein Antibiotikum, nachweislich beim Menschen.

Autorin: Judith Tubbesing