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Das darf gefüttert werden.

Was kann gefüttert werden?

Wie gesagt, das Hauptaugenmerk sollte auf rotem Fleisch liegen. Möglichkeiten sind:
Rind, Wild (kein Wildschwein!), Hase, Schaf, Ziege, Schwein (dazu komme ich noch), Känguru, Bison, Büffel, Pferd, Futtertiere wie Mäuse, Ratten, etc. und was man noch so alles bekommen kann.

Gefügel
gibt's ja auch in Massen: Huhn, Strauss (wobei ich da nicht sicher bin, ob das nun rotes Fleisch oder weißes ist), Wachtel, Eintagsküken, Stubenküken, Truthahn, Ente, Gans, Fasan, Taube...
Wild, z. B. vom Jäger erhalten, solltet ihr vorher ca. 4 Monate einfrieren wegen der Parasiten.
Anmerkung: Auch Geflügel hat teilweise dunkles, also rotes Fleisch, z. B. haben die Schenkel oft eine dunklere Farbe, dort ist wieder mehr Taurin enthalten. Truthahn/Pute hat allgemein einen sehr hohen Tauringehalt.

Knochen
(nie ohne Fleisch, immer Knochen in Fleisch): Schaf, Ziege, Hase, alles kleine, sämtliche Vögel (wobei das die Frage beim Strauss ist, aber ich denke, da bekommt man eh keine Knochen) und Schwein (sofern eure Quelle deutsch ist und ihr sicher seid, das nicht gegen Aujetzky geimpft wird, wie gesagt gleich...)
Für Katzen und kleine Hunde eignen sich vorwiegend Hühnerknochen, Hase zum Teil.
Rinderknochen sind tabu, was evtl. geht, ist Kalbsbrust, dünne Rinderrippen, Ochsenschwanz.
Rinderknochen, vor allem Beinknochen, eben die großen Tragenden, können zu Mikrofrakturen in den Zähnen eurer Vierbeiner sorgen.
Diese Knochen und der Mageninhalt sind das, was die Wölfe so übrig lassen, also sofern ihr nicht viel Geld beim Tierarzt lassen wollt, bitte nicht füttern!

Nun zum Schwein und Aujetzky (http://de.wikipedia.org/wiki/Pseudowut):
Ich habe mich mit der OIE in Verbindung gesetzt. Jeder, der die Mails und die Anhänge lesen will und sich seine eigene Meinung darüber bilden möchte, kann mich einfach fragen, ist jedoch auf Englisch.

Laut OIE ist die Gefahr, sich beim Essen durch rohes Schweinefleisch zu infizieren, gering. Es sind in Europa keine Fälle bekannt, wo dies geschehen ist.
Deutschland gilt als Aujetzky-frei. Das Fleisch, das ihr im Supermarkt kauft, ist Aujetzky-frei, sofern aus Deutschland.
Das Impfen ist verboten, jedoch kann man in Ausnahmefällen eine Genehmigung bekommen (laut OIE sehr schwierig, aber Geld regiert die Welt, also, wer weiß?). Auch der Impfvirus, sofern es ein Lebendimpfstoff ist, ist gefährlich für den Hund (Todimpfstoffe sind keine Gefahr: http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Impfungen/Wissen/Lebend-und-Totimpfung-1575.html, kurze Erklärung, was es mit Tot- und Lebendimpfstoffen auf sich hat).
In einem der Anhänge stand, wenn man das Fleisch mindestens 40 Tage bei -18° (40 Tage komplett durchgefroren, besser 3 Monate, dann ist man auf der sicheren Seite) einfriert, ist der Virus inaktiv. Das heißt, man könnte das Fleisch füttern. Dies gilt aber NICHT für Knochen und Organe. Ob und wie der Virus wieder aktiviert werden kann, stand dort nicht.
Wenn man sich jedoch mit den Übertragungsmöglichkeiten auseinandersetzt, finde ich je nach Wohnort das Ansteckungsrisiko stärker, als wenn ich Schweinefleisch aus einer sicheren Quelle füttere. Aber das muss jeder mit sich und seinem Gewissen selber abklären.
Mit anderen Worten, wenn ihr wisst, wo euer Schweinefleisch herkommt, und wisst, dass dort nicht gegen Aujetzky geimpft wird, könnt ihr Schwein mit Knochen und Organen ohne jegliche Gefahr füttern. Wisst ihr das nicht, sind Knochen und Organe auf jeden Fall tabu, Fleisch muss jeder für sich selber wissen. Da diese Angaben von der OIE sind, kann ich da natürlich keine Gewähr drauf geben. Ich habe Schwein gefüttert und würde es meinen Katzen, wenn nötig (das heißt, ich kann mir keine Mäuse und Co mehr leisten) auch wieder füttern.
Dies gilt wie gesagt NICHT für Wildschwein, welches ich persönlich nicht verfüttern würde.
"Aujetzky-frei" heißt nicht, es gibt absolut kein Aujetzky mehr in Deutschland. Es kommen nach wie vor selten vereinzelte Fälle vor, wo Hunde erkranken, für gewöhnlich Jagdhunde, die Kontakt mit Wildschweinen hatten oder deren Schweiß/Speichel/Blut.
Unter Wildschweinen gibt es nach wie vor diesen Virus.
Auch in Amerika wird meines Wissens kein Wildschwein verfüttert, wohingegen die gerne Schwein füttern mit allem Drum und Dran. Denn Schwein ist eine hervorragende Proteinquelle und auch die Knochen sind hier wie gesagt geeignet.

Es gibt sicher noch zahlreiche andere Tiere, die man verfüttern könnte, aber ich denke, ich muss nicht alles aufzählen ;)

Autorin: Judith Tubbesing

Abbildung: Ganzes Huhn - Fell/Federn Beides dient als natürlicher Ballaststoff. Ob der Hund es tatsächlich benötigt, ist allerdings fraglich. Grobes Fell (Rind) kann als mechanische Darmreinigung einen Wurmbefall minimieren.

Fleisch

Fett
Haut
Herz
Mägen
Zunge

Huhn
Pute
Rind
Schaf
Ziege
Wachtel
Pferd
Wild
Strauß
Känguru
Kaninchen

Organe

Leber
Niere
Milz
Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
Hoden
Hirn
Augen
Thymus (Bries)
Lunge (nicht sehr reichhaltig, sollte also auf keinen Fall einen großen Teil in der Fütterung ausmachen)

Abbildung: Hase -

Knorpel und Sehnen

Knorpel (Luftröhre, Ohren...)
Sehnen etc.
Uterus
Euter

Knochen

Geflügelköpfe
Geflügelfüße
Karkassen
Putenhälse
Lammrippen